Über uns
Die Chronik
Zur Kurzfassung der Chronik
Der Männerchor Milbertshofen-Riesenfeld e.V,
Vereinschronik von 1889 bis 2010
Die Chronik des Männerchors Milbertshofen- Riesenfeld ist eng verbunden mit der Geschichte Milbertshofens.
So leben dort heute noch Menschen, deren Namen auch eng mit der Geschichte des Chores verbunden sind.
Vor nunmehr 112 Jahren wurde der Männerchor Milbertshofen-Riesenfeld e.V. als “Männergesangverein Riesenfeld” (MGV Riesenfeld) gegründet.
1898
Im Gasthaus “Neulerchenfeld”, trafen sich am 10. März 1898 siebenundzwanzig junge Männer aus München Nord, Riesenfeld und Milbertshofen, um diesen, wie sich zeigen sollte, epochemachenden Verein ins Leben zu rufen.
Anton Matthes wurde 1. Vorstand, übergab das Amt aber nach kurzer Zeit an Paul Grössl, der es 21 Jahre lang inne hatte. Der erste “Chormeister” war Max Zech. Nach 2 Jahren löste ihn August Augustin ab. Dieser blieb bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges im Amt. Achtzig aktive Sänger zählte der Verein inzwischen, eine für heutige Verhältnisse fast unvorstellbare Anzahl sangesfreudiger Männer. Durch seine niveauvollen und allseits beliebten Veranstaltungen prägte der Chor das gesellschaftliche und kulturelle Leben im Münchner Norden ganz entscheidend.
1914-1918
Der Erste Weltkrieg (1914 bis 1918) ging auch an unserem Verein nicht spurlos vorüber. In dieser Zeit dirigierte Max Schmid die in der Heimat verbliebenen Sänger und erst 1918 konnte wieder ein regelmäßiger Vereinsbetrieb aufgenommen werden.
Der Sangesbruder Fritz Häring übernahm die Chorleitung und förderte entscheidend den Wiederaufbau des Vereins. Er leitete auch die damalige Vereinskapelle, die wesentlichen Anteil am Gelingen von Festen und Veranstaltungen hatte. Häring zur Seite standen besonders die Sangesbrüder Otto Hillig, Georg Kranz, Gusfl Häring, Sebastian Brummer und Albert Stranninger, Namen, die man in Milbertshofen heute noch kennt.
1935
Dem Gesangverein Riesenfeld schloss sich das damals bekannte “Soloquartett” (Solistenquartett?) “Die Steg-Männer” an. Das war eine weitere Bereicherung der Vereinsveranstaltungen mit wesentlichem Einfluss auf das kulturelle Leben in Münchens Norden.
Während des 2. Weltkrieges konnte der Vereinsbetrieb kaum noch aufrecht erhalten werden. Zu viele Sänger mussten Soldat werden.
1944
In diesem Jahre kam alles zum Erliegen. Nach dem Krieg folgten die Heimgekehrten dem Ruf zum Neubeginn. MGV Riesenfeld« der “Arbeiter Gesangverein Milbertshofen” (AGV-Milbertshofen), später umbenannt in “Männer Gesangverein Milbertshofen”.

In Milbertshofen bestand fast zeitgleich mit den »MGV Riesenfeld« der “Arbeiter Gesangverein Milbertshofen” (AGV-Milbertshofen), später umbenannt in “Männer Gesangverein Milbertshofen”. Dieser war am 27. Januar 1909 gegründet worden. Auch dieser Verein trat mit seinen Darbietungen gern und erfolgreich an die Öffentlichkeit. Die beiden Vereine schlossen sich zusammen.
1946
Am 31.März fand die offizielle Fusion statt und brachte den daraus hervorgehenden Verein “Männer-Gesangverein Millbertshofen Riesenfeld” auf 61 aktive Sänger.
Josef Tölzer wurde 1. Vorstand und der Bundeschormeister Alfons Braun der Dirigent. Platzprobleme gab es auch damals schon.
Die 61 Sänger brauchten ein der Größe angemessenes Probenlokal und zogen in die Gaststätte zum
»Guten Kameraden« (Wallensteinstraße).
Erfreulicherweise schlossen sich in der Zeit auch die Sangesbrüder des BMWChores dem M.G.V. an.
1958
Michael Heichele war 1. Vorstand. 2. Vorstand wurde Otto Hörmann. Unter dieser Vorstandschaft konnten junge Sänger gewonnen werden. Der damalige Schriftführer, Robert Salomon, verstand es in besonderer Weise, zwischen Alt und Jung Brücken zu schlagen, was die Stimmung im Verein entscheidend positiv beeinflusste.
1967 - 1975
Am 7. Januar 1967 wurde der junge Aktive, Eduard Knör 1. Vorstand. Ihm folgte nach knapp drei Jahren am 12. September 1970 Rolf Kaiser, der das Amt am 11. Januar 1975 an den heute noch amtierenden Horst Hefele übergab.
Die Jahre 1967 bis 1975 standen im Zeichen gesanglicher Verbesserung. Eine breite Palette klassischer, wie auch moderner Musik wurde dem damaligen Publikum geboten. Unvergessen sind die Darbietungen von Edi Knör als Falstaff, Zupan, Bettelstudent oder als Meister Florian, alles in entsprechenden Kostümen.
Die bisherige Darstellung dieser Chronik stützt sich im Wesentlichen auf die Ausarbeitungen des damaligen 2 Vorstands, Rolf Kaiser zum 90-jährigen Bestehen und auf eine Festrede zum 50. Jubiläum.
Am 12. Mai 1973 beging man die 75-Jahr-Feier und am 22.April 1978 feierte der Verein sein 80-Jähriges Bestehen.
Am 1. September 1982 übernahm der Komponist und Dirigent Werner Theisen die musikalische Leitung des Chors. Werner Theisen erkannte die Qualitäten aber auch die Grenzen des Chores und strebte daher sehr früh eine gewisse Einmaligkeit und Unverwechselbarkeit des Repertoires an.
Im klassischen Gesangsbereich betätigen sich naturgemäß viele Chöre mit teilweise sogar besserem Stimmenmaterial und der Möglichkeit eines höheren Übungsaufwands. Solche Klangkörper könnten dem inzwischen in »Männerchor Milbertshofen Riesenfeld« umbenannten Chor naturgemäß immer überlegen erscheinen.
Daher setzte Theisen in Abstimmung mit dem Vorstand überwiegend auf volkstümliche Musik,
teilweise eigene Kompositionen. In vielen Fällen, schuf er Spezialarrangements, um die oberen und unteren
Stimmen zu schonen.
Heute verfügt der Chor über ein Repertoire, mit dem sich spielend drei bis vier Vortragsstunden
bestreiten lassen.
Unter der Leitung von Werner Theisen begann der Chor seine Musik nicht mehr sklavisch vom Blatt abzusingen, sondern je nach Stimmung (des Chorleiters) zu interpretieren. Da ohnehin die wenigsten Sänger Noten lesen können, bot es sich an, Texte zu lernen und auswendig zu singen. Das erhöhte zwar den Übungsaufwand, gab aber breiten Raum für teilweise fast eigenwillig zu nennenden Musikvortrag. Die Sänger schauten halt nicht mehr ins Notenblatt, sondern notgedrungen ihren Dirigenten an. Und sie hatten inzwischen gelernt, seine Ausdrucksmittel zu verstehen und zu befolgen.
Diese individuell geprägte Wiedergabe der aufgeführten Titel gab dem “MC MIRI”, wie er inzwischen von
seinen Freunden genannt wird, weitere Möglichkeiten, sich von der Masse der anderen Chöre abzugrenzen.
Werner Theisen hatte, so scheint es dem Chronisten, sein erstes Ziel verwirklicht.
Von da an, so könnte man sagen, ging es um Pflege und Erweiterung des Repertoires und um weitere stimmliche Festigung.
1983
Vom 15. Januar 1983 an nannten sich die Sänger nun ”Männerchor Milbertshofen-Riesenfeld”,
1986 - 1987
1987 besann man sich auf sich selbst und beschloss, den MC MIRI zum e.V. zu machen. Das war zwar prinzipiell keine besondere Hürde, zeugte aber doch von einem gewissen Selbstbewusstsein, das sich inzwischen eingestellt hatte.
Der Notar war aber in der Satzung über die Verwendung eines Restvermögens bei Auflösen des Vereins anderer Meinung. Geld und Sachwerte sind in einem solchen Fall einer gemeinnützigen Körperschaft zuzuführen. Die letzten Mitglieder gelten aber bei Auflösung naturgemäß nicht mehr als gemeinnützig.
Denn am 09. Juli 1987 wurde der Verein im Hinblick auf seine kulturellen und wohltätigen Leistungen als gemeinnützig anerkannt.
Horst Hefeles Engagement ist es überwiegend zu danken, dass trotz Ausscheidens passiver Mitglieder, aus welchem Grund auch immer, die Gesamtzahl unserer Förderer und Gönner wächst.
1987 machte der Chor auch erste Fernseherfahrungen anlässlich eines Hoagartens, zu dem der befreundete,
ebenfalls von Werner Theisen geleitete »VolksChor Neuhausen« eingeladen hatte.
Der Bayerische Rundfunk (BR) hat die recht gelungene Veranstaltung nicht nur aufgezeichnet,
sondern auch im Programm »Zwischen Spessart und Karwendel« gesendet.
Später als der MC MIRI schon in den Hopfengarten (Schleißheimer Straße) umgezogen war, tauchte dort
nochmals ein TV-Team auf und es wird allen Beteiligten unvergessen bleiben, wie unser bis dahin in der
Vereinsgeschichte ältester aktiver Sänger, der Meßner Seppi, schmunzelnd Details aus den damaligen
Fusionsverhandlungen zwischen den beiden Gründervereinen zum Besten gab:
Der MGV Riesenfeld rekrutierte sich aus dem Mittelstand. Die Leute hatten zwar etwas mehr Geld als der aus
den Arbeiterkreisen kommende Arbeiter Gesangverein Milbertshofen. Doch die Milbertshofener hatten ihre Noten über den Krieg gerettet
und hatten somit “die besseren Karten”. So heißt der Chor bis heute “Milbertshofen- Riesenfeld”
und nicht umgekehrt. Der Sepp hat zwar trotz Kamera in Nahaufnahme nicht gestottert, hat jedoch mit am
herzlichsten über seine Geschichte gelacht.
Im Zusammenhang mit dem “Messner-Seppi” fällt dem Chronisten da noch eine Geschichte ein, die aber zeitlich
nicht korrekt eingeordnet werden kann:
Es war die Zeit, als der Chor im “Hopfengarten” in der Schleißheimerstraße probte, als abends Ludwig, der Wirt, uns
ganz kleinlaut kundtat, es gäbe im Laufe des Abends kein Weißbier mehr, er habe den Kellerschlüssel verklüngelt.
Es war wohl Josse Bisle, der da aufforderte: “Seppi des is doch dei Sach”. Da begannen Seppis Augen zu leuchten.
Er war in seiner aktiven Zeit Schlosser bei den BMW-Werken gewesen und da auch wohl mehr der Feinmechaniker als der Bauschlosser.
Jemand von uns begleitete den Sepp nach Hause und in kürzester Zeit war er mit seinem “Spezialwerkzeug” ,
oder sollten wir besser “Besteck” sagen, wieder zurück. Er verschwand mit dem Wirt im Keller und kam nach etwa
10 Minuten mit einem frischen Weißbier (aufs Haus natürlich) strahlend vor Freude zu uns zurück.
Der Abend war gerettet!
Damals gab es im Verein noch einige Bräuche: Faschingsball und Schafkopfrennen sind zum Leidwesen des 1. Vorsitzenden leider auf der Strecke geblieben. Auch gab es ein Vereinslotto, gekoppelt an das offizielle Lotto. Es war für die Aktiven natürlich Ehrensache mitzuspielen. Reichtümer konnte man nicht erwerben, doch einer gewann immer: Der Verein. Und lange Jahre ist unser Stern-Klaus, als 2. Kassier für Lotto zuständig, abends mit äußerst zufriedener Miene heimgezogen. In den Annalen ist zu lesen, dass manchmal das Fleisch für's Grillfest aus den Erlösen gekauft worden ist.
Im Jahr 1986 war Horst Hefele 1.Vorstand, Rolf Kaiser sein Vize, Horst Himpel war Schriftführer und Josse Bisle sein Vertreter. Kassiert hat, wie schon gesagt, das Team Adi Fürg und Klaus Stern. Notenwarte waren der sagenhafte Meßner Seppi und Gernot Ott. Der Jahresausflug führte nach Markelsheim bei Bad Mergentheim. 1987 übernahmen Josse Bisle und Rudolf Geier das Schrifttum.
Das Vereinsleben schien in diesen Jahren mit wechselnden Höhepunkten nach einem gleich bleibenden Schema abzulaufen.
Ein Jahr beginnt mit der Jahreshauptversammlung unter Leitung des 1. Vorsitzenden.
Ständchen werden für jubilierende Vereinsmitglieder gesungen, Verstorbene werden zur letzten Ruhe begleitet,
der Gottesdienst am Volkstrauertag wird mit der »Soldaten und Kriegerkameradschaft« würdig gestaltet.
Gemeinsamkeiten mit anderen Vereinen werden gepflegt Am 9. Mai 1987 ist erstmals ein Singen für »das neue
Bürgerhaus« erwähnt.
Antonie Thomsen, damals schon, oder gerade noch nicht, Vorsitzende des Bezirksausschusses, hat viel Arbeit
und Initiative in dieses Projekt gesteckt. In ganz Milbertshofen existierte außer den Gotteshäusern
kein größeres Versammlungslokal als Bleibe für die ortsansässigen Vereine.
So ist es nicht verwunderlich, wenn Horst Hefele und Adi Fürg,
auch Vorsitzende des “Fördervereins Bürgerhaus Milbertshofen” wurden.
Zu Adi Fürg ist noch Einiges zu sagen: Dank seines Spürsinns, findet der jährlich im Herbst stattfindende
Vereinsausflug immer ein lohnendes Ziel. Die Beliebtheit dieser Ausflüge liest man an der Beteiligung
auch der passiven Mitglieder ab.
Was aber an Vorbereitungsarbeit von Adi Fürg zum Zustandkommen dieser Fahrten immer wieder geleistet wird,
vermag nur zu beurteilen, wer schon mal hinter die Kulissen geschaut hat.
Der Ausflug 1987 führte nach Wegscheid, in den südlichen Bayerischen Wald. Wie in solchen Orten üblich,
begrüßt irgendwann der Bürgermeister, verweist auf Kulturelles, Wirtschaftliches und landschaftlich
Schönes in der Region und lädt die werten Besucher ein, gelegentlich als Pensionsgäste wieder zu kommen.
Bei Wegscheid wurde noch ein Graphitbergwerk besichtigt, ein Erlebnis für alle, die bisher noch nicht
tiefer als ein U-Bahnschacht in die Erde eingedrungen waren und nicht einmal den gab's damals in München.
Dann bietet der Verein seinem Publikum einen “Bunten Abend”.
Insider sagen, je mehr Eigenleistung das jeweilige Programm enthalte, um so höher sei das Niveau der
Veranstaltung.
Die Ideen liefert meistens Horst Hefele und der Kapp Willy, der als Chef der “Lustigen Dachauer” und
Bühnenprofi inzwischen nicht nur die meisten Solopartien singt, sondern bei den Auftritten auch durch
das Programm führt. Den Feinschliff macht Dirigent Werner Theisen.
Über Kontakte zu den »Lustigen Moosachern« kam es zu ersten Engagements in Bad Füssing.
Jedenfalls liest man unter dem 10. Juli 1988 bereits von einem 2. Kurkonzert dort.
Inzwischen ist dieser Auftritt regelmäßiger Anlass zu einem “Betriebsausflug mit Damen”.
Verdient wird üblicherweise nichts dabei, denn die Gage geht für die Kosten für den Bus und das
Dirigentenhonorar drauf. Schön ist es halt.
In der Zeit entschloss sich der Verein auch, seine Außenwirkung zu stärken und man installierte einen
“PR- Referenten”.
Diese Aufgabe übernahm in Personalunion der 2. Vorsitzende, Dieter Stinshoff.
Der erste größere Erfolg seiner Initiativen waren die heute noch gepflegten Kurkonzerte und sonstige
Auftritte in Bad Feilnbach.
Der dortige Kurdirektor, Sepp Höfer hatte Chor und Conférence offensichtlich ins Herz geschlossen.
Denn seit 1990 geben die Sänger bis heute dort regelmäßig 2-3 Kurkonzerte über das Jahr verteilt.

1987 nahm der Chor erstmals am Christkindlmarkt der Dankeskirche teil. Auch das ist inzwischen Tradition geworden. Zu Pfarrer Schuster besteht ein sehr freundschaftliches Verhältnis und Diakon Jochen Handke ist passives Mitglied des Vereins. Um 14.00 Uhr gestalten die Sänger regelmäßig eine besinnliche Adventsstunde.
Bis 1985 hatte der Verein seinen Christkindlmarkt an der St Georgskirche. Der Reineriös des 1986er Marktes, in Höhe von DM 1.100,00 überreichte man der CaritasSozialstation am LuitpoldPark.
Das Jahr 1987 brachte dem Verein 22 neue passive Mitglieder, darunter auch wieder einige Sängerfrauen, ein Zeichen für die im Verein herrschende Harmonie. Auch die Stadträtin Constanze Lindner-Schädlich ließ sich einschreiben.
1988
Das Jahr 1988 stand unter dem Zeichen des 90. Gründungsjubiläums. Dank des Vereins war es, die aktiven
Sänger an einem Abend im Gründungslokal “Neulerchenfeld” zu Preisen wie annodazumal zu bewirten.
Die Halbe Bier gab's für 14 Pfennig. Die »Große Feier« beging man im »PschorrKeller« Ewald Kaiser,
der Schirmherr betonte in seiner Rede das Gewicht von Freundschaft und Kameradschaft für das
Funktionieren eines Vereins.
Traudl Bisle, überreichte im Namen der Sängerfrauen ein prächtiges Fahnenband, ein Anlass zu besonderer
Freude für die Sänger. Zeigt diese Gabe doch, dass die Damen die Arbeit des Chores freudig unterstützen.
Stadträtin Inge Milinovic hätte in Vertretung des OB dem Verein schon damals gern die Zusage für die
Baugenehmigung eines Bürgerhauses überbracht. Doch der Eingeweihte weiß, daß es damals, wie auch heute,
noch nicht so weit war.
Viele Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft konnten zu diesem Fest bereits ausgesprochen werden. Zu Ehrenmitgliedern ernannte der Verein: Hans Hertl, Martin Mende und Adi Fürg. Höhepunkt des Abends war der Auftritt der “Drei Lustigen Dachauer”, deren Chef nach wie vor unser Aktiver Willy Kapp ist.
Im Jubiläumsjahr führte eine Konzertreise in die Steiermark. Im Landesstudio Graz des ORF nahmen wir einige Titel aus unserem Repertoire auf und abends bestritten wir im Raiffeisenzentrum vor ca. 500 Gästen ein gemeinsames Konzert mit den berühmten »Steirern«. Der ebenfalls über Österreichs Grenzen hinaus bekannte Steiner- Franz führte launig durch das Programm unter dem Titel “Bayerisch-Steirisch g´sungen”.
Der offizielle Vereinsausflug führte im Herbst nach Mosbach bei Heidelberg. Natürlich wurde auch Heidelberg
samt Schloss besucht. In der Pfarrkirche von Mosbach führte der Chor vor dankbarem Publikum und in
Begleitung der Stub'nmusi Poneder die Waldlermesse auf. Der Pfarrer, ein älterer Herr sprach die Texte
hochdeutsch vor und überwand damit eventuelle Sprachbarrieren. Zum Schluß waren unser 1. Vorstand und der
Pfarrer so gerührt, daß sie sich in der Sakristei mit Tränen in den Augen umarmten und verabschiedeten,
kein Grund zum Lachen, aber ein gutes Zeichen für eindeutig gute Stimmung.
Das Jahr 1988 endete mit 31 aktiven und 127 passiven Mitgliedern.
1989
Auch das Jahr 1989 verlief im gleichen Rhythmus, doch mit etwas anderen Schwerpunkten. Ein paar Bemerkungen
über Ereignisse unter den aktiven Sängern: Rolf Kaiser und Willy Kapp wurden 50 Jahre alt,
unser Meßner Seppi vollendete das 85. Günter und Susi Weinelt, Adi und Christa Fürg und auch Robert und
Bruni Mayer feierten Silberhochzeit.
Wenn auch nicht stets erwähnt, sei hier doch einmal angemerkt, daß so fröhliche Anlässe, von den jeweiligen
Jubilaren immer zu frohen Festen gestaltet wurden.
Der Herbstausflug führte uns nach Trient, zum Coro della S.0.S.A.T In Trento wird's halt schon italienisch.
Um so lustiger war der gemeinsame erste Abend mit reichlicher Bewirtung durch die dortigen Sänger mit
einem schier Babylonischen Sprachgewirr. Jede nur eben bekannte Vokabel, gleich welcher Sprache diente
der Verständigung.
Eine eindrucksvolle Fahrt durch das Trentin schloss die Reise ab. Unser Gastgeschenk, ein 50-Literfaß
Münchner Bier, löste Zungen und überwand Verständigungsprobleme.
Die Weihnachtszeit 1989 brachte eine Häufung von Auftritten. Die Weihnachtsfeier wurde besonders wegen des Ideenreichtums ihres Programms gelobt. Zum 10. Mal konnte der Chor nun schon auf dem Christkindlmarkt am Marienplatz singen. Dann kam die Weihnachtsfeier der Kolpingfamilie und ein Auftritt auf dem Christkindlmarkt am Rotkreuzplatz. Die Sänger begannen erstmals unter der Belastung zu stöhnen.
Obwohl der Verein zehn passive Mitglieder verlor, blieb die Mitgliederzahl konstant. Rolf Kaiser trat von seinem Amt als 2. Vorstand zurück, Dieter Stinshoff trat zunächst kommissarisch an seine Stelle und wurde auf der Jahreshauptversammlung 1990 offiziell gewählt.
1990
Dieses Jahr sah nun alle Großveranstaltungen des Chors im Kolpinghaus St. Theresia. Adi Fürg,
Robert Mayer und Günter Weinelt wurden 50 Jahre alt. Erstmals stieg das sommerliche Grillfest unter
dem von Rolf Lehmann beschafften Zelt auf dem Grundstück von Brigitte und Klaus Stern.
Ein Ereignis, das sich dank der Einsatzbereitschaft der Familie Stern zum liebgewordenen Brauch
entwickelt hat.
Klaus und Traudl Gürster und Claudia und Schorsch Straninger feierten Hochzeit.
Am 14. Oktober stieg das erste Kurkonzert in Bad Feilnbach. Durch das Programm führte damals Sepp Hartl. Aus Freude an den Bad-Feilnbacher Konzerten benutzten wir für unsere neue LP ein Motiv von dort.

Der Mitgliedsbeitrag wurde schweren Herzens von 48 auf 60 DM pro Jahr erhöht. Anlässlich der Herbstfahrt führte der Chor am 21. Oktober im Bamberger Dom die Waldlermesse auf.
Erstmals nahm der Chor nach fünf Jahren wieder am »Münchner Sängertag« teil.

Der Chor folgte einer Einladung nach Truden in Südtirol, ausgesprochen von einer Dame, die uns 1990 im Bamberger Dom gehört hatte.
Das Kulturreferat hatte herausgefunden, das der MC MIRI sich unter anderem für die Betreuung von
Stadtgästen eignet. Eine hochkarätige Folkloregruppe war uns harmlos als “KiewChor” angetragen
worden. Einen gemütlichen gemeinsamen Abend hatten wir uns vorgestellt, der dann schlussendlich
auf Weisung der Stadt öffentlichen Charakter haben musste. Hinzu kam die für uns überraschende
Qualität der Gäste.
Es war der Ukrainische Staatschor »Werjowka« aus unserer Patenstadt Kiew mit
seiner Tanz und Gesangsgruppe. Natürlich gab's Sprachbarrieren, doch wir schafften auch das.
Im Juli nahmen wir dann an der Kulturdult der Landeshauptstadt an der Hansastraße teil. Auch das »Unkraut in Everdings Garten«, meinte Sabine Csampay, die damalige 3. Bürgermeisterin, also auch wir, hätten einen legitimen Anspruch auf Förderung durch Stadt und Freistaat. Das tat gut. Doch wenn man gefördert werden will, muss man strampeln.
Wir zogen um in das “Haus der Innung mechanischer Metallhandwerke”, weil “unser” Hopfengarten die Tore schloss.
1992
Am 26. April 1992 stieg endlich die von uns angeregte Hörfunksendung »Grüße aus Milbertshofen«,
auf die wir zwei Jahre hingearbeitet hatten. Es wäre fast an fehlenden Räumlichkeiten in
Milbertshofen gescheitert. Die Bezirksrätin Helga Andert rettete die Situation, indem sie uns
Zutritt in die »Kleine Olympiahalle« verschaffte. Helga Andert wurde natürlich Mitglied des
MC MIRI.
Und OB Kronawitter bekam vor den offenen Mikrophonen des Bayerischen Rundfunks aus gegebenem
Anlass einiges über Raumnöte und ein lange fälliges Bürgerhaus in Milbertshofen zu hören.
Außer dem vorweihnachtlichen Normalprogramm gaben wir noch am 19. Dezember ein Konzert in der Gebrüder-Apfelbeck Halle. Man muss sich ja auch einmal der heimischen Öffentlichkeit stellen.
In 1993 machten wir Günter Weinelt zum Ehrenmitglied, fassten den Entschluss, eine neue CD zu schaffen, ehrten Gernot Ott und Klaus Stern für zehnjährige Aktivität, besuchten auf Einladung von MdL Franz Maget den Bayerischen Landtag, sangen auf Einladung der »Freundinnen und Freunde Milbertshofens” zur 80. Wiederkehr der Eingemeindung Milbertshofens, bejubelten unser passives Mitglied und späteren Schirmherren unseres 100sten, Ludwig Apfelbeck, zum 50. und gratulierten Klaus Gürster und Sepp Spath, zwei Stützen des 2. Bass, jeweils zum 50. und Dieter Stinshoff zum 60. Geburtstag.
Dem frisch gebackenen OB, Christian Ude brachte der Chor in seinen Amtsräumen ein Ständchen.
Der MC MIRI ist nun langsam “Wer”.

Wir sangen zur Eröffnung der UBahnlinie 2 in Milbertshofen, zum Geburtstag des Gastronomen Haberl und im Rotkreuz-Altenheim, an der Christophstraße, letzteres auf Wunsch von Edith und Sepp Spath, die im Heim beschäftigt waren. Den Sepp hatten wir kurz vorher am 12. November beerdigt. Er wurde förmlich aus unserer Mitte gerissen. Wenn die Rede darauf kommt, gibt's heute noch feuchte Augen.
1994
Bunter Abend, Ständchen, WaldlerMessen, Weihnachtsauftritte und .... die neue CD wird aufgenommen
und am 11. März der Öffentlichkeit vorgestellt.
Für das Alten und ServiceZentrum hatte uns Stadträtin Constanze Lindner-Schädlich engagiert.
Nach dem Auftritt schwangen einige Sänger mit den alten Damen emsig das Tanzbein.
Unsere beiden Sangesbrüder Klaus Stern und Werner Titz feierten am 10. September mit ihren Frauen, Brigitte und Ilse, gemeinsam die silberne Hochzeit. Sie hatten damals am selben Tag in der selben Kirche, ohne voneinander zu wissen, geheiratet. Daraus hatte sich eine solide Familienfreundschaft entwickelt.
Der Herbstausflug führte nach Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz. Die Rückreise über Karlsbad
brachte Adi Fürg den Beinamen StauAdi ein.
Der »Coro Mathildico, Voci dell Appenino« aus Reggio Ernillio besuchte uns.
28 aktive und 132 passive Mitglieder zählte unser Verein zum Jahresende.
1995
In diesem Jahr lebt eine nette Sitte wieder auf: Brigitte und Klaus Stern verschenken an ein Hochzeitspaar zur Trauung die Aufführung der WaldlerMesse. Das hatten unter anderem Bruni und Robert Mayer dieses früher auch schon mal gemacht.
Alfons Enghofer, unser Gastgeber im Kolpinghaus St. Theresia wird 50 Jahre alt.
Die Freund(e)innen Milbertshofens veranstalten mit unserer Mitwirkung einen Hoagarten. Der Bunte Abend läuft unter dem Motto “Campingfreuden” ab.
Am 24. Juni heiraten »Sandi« und Stefan Lohe und der Chor singt wieder einmal die "Walder-Messe“ auf "evangelisch”.
Der Herbstausflug führt nach St. Egyden in Kärnten. Roland Han hatte den Kontakt hergestellt. In St. Egyden kommt es auch endlich zur offiziellen Beglückwünschung von Christine und Werner Theisen zur gerade gefeierten Hochzeit. Der Chor aus St. Egyden machte in der Adventszeit einen Gegenbesuch in München und wurde prompt erfolgreich in unser Adventsprogramm eingebaut.
1995 begannen wir über unser 100 jähriges nachzudenken.
1996
Das Jahr brachte wieder eine Fülle von Veranstaltungen, unter anderem: Teilnahme am Münchner
Sängertag. Horst Hefele hatte durchgesetzt, dass dieses Ereignis im Wechsel mit einander nur
noch jeweils von vier Chören bestritten wird, ein Gewinn für das Niveau der Veranstaltungen.
Wir traten erstmals vor diesem Kreis ohne Noten auf und Werner Theisen spielte mit dem Chor wie
auf einem Instrument. Der Beifall gab ihm recht..
Der SPD Ortsverein beging mit unserer Hilfe den 50sten. »Die Gedanken sind frei« haben wir dazu extra einstudiert.
Am 24. Mai sangen wir zur Trauerfeier für Ewald Kaiser, den Schirmherren unseres 90sten.
Und am 4. September nahmen wir für immer Abschied von einem unserer treuesten Passiven, von
Adolf Eiche. Er hatte uns regelmäßig bei allen Probeabenden besucht.
Aufführungen der Waldlermesse, Kurkonzerte, der »Bunte Abend« füllten das Jahr und ein gelungener Herbstausflug führte nach Palmberg im Bayerischen Wald. Und bald ging's wieder ins Weihnachtsgeschehen.
29 aktive Sänger und 119 passive Mitglieder zählte der Verein zum Jahresschluss 1996.
1997
Den Vorstand bildeten Horst Hefele 1. Vorsitzender, Dieter Stinshoff 2. Vors., Adi Fürg 1. Kassier, Gerhard Lohe, 1. Schriftführer. Werner Hauenstein, 2. Kassier, Willy Kapp, 2. Schriftführer. Die Liederwarte waren Günter Weinelt und Robert Sedlmaier.
Am 15. März veranstalteten wir mit dem Zitherverein Milbertshofen ein gemeinsames Konzert, dank guter
Werbung auf beiden Seiten vor vollem Haus.
Am 1. April wechselten wir das Vereinslokal und zogen in den “Extrapoint” in der ehemaligen
Kronprinz Ruprecht-Kaserne. Endlich hatten wir wieder eine Gaststätte als Probenlokal.
Unsere Gesinnung wurde herausgefordert: “Gott mit Dir, du Land der Bayern” sollte mit Rücksicht auf in Bayern lebende Nichtchristen in “Glück mit dir . ..” geändert werden und der TV Sender “RTL” suchte eine gute und spontane Aufführung der BayernHymne, sowie einige Stimmen aus dem Volke. Natürlich sangen wir, gut sogar. Einige äußerten sich anschließend zu dem Thema. Doch dann kam, mehr per Zufall, unser Gernot Ott. Er spricht sonst nur sehr ruhig. Hier aber, vor laufender Kamera, stellte er alle sonstigen Interviewpartner in den Schatten und hielt die längste und temperamentvollste Rede, seines Lebens: ”Wir haben eine Christlich Bayerische Tradition, die unser Land so lebens- und liebenswert macht. Wer zu uns kommt, möge das doch bitte tolerieren,” ist mit profanschwachen Worten die Wiedergabe seines Gefühlsausbruchs. Der Redakteur war so beeindruckt, dass Gernot auch noch seinen Namen sagen musste. So ging es dann auch von RTL über die Bildschirme.
Seit dem 1. Oktober 1997 hat der Männerchor MilbertshofenRiesenfeld (MC MIRI) ein neues Vereinslokal: Die Gaststätte “Oberwiesenfeld” in der Winzererstrasse.
1998
Es fanden die Feierlichkeiten zum 100-Jährigen Bestehen statt. Zunächst ließen sich die Sänger im großen
Saal des Kolpinghauses St. Theresia in München-Neuhausen nach Kräften feiern. Selbst boten sie an dem
Tag ihren Gästen nichts Eigenes. Werner Theisen hatte den Sängern geraten, einmal passiv zu sein und
nicht auf der Bühne zu stehen.
Herbert Wildmoser, ein “ alter” Freund der Sänger, hielt eine Festrede und pries deren Verdienste um
Kultur, Liedgut und Gesang. Wildmoser rief später auch die Gratulanten ans Pult, die der Verein zum
Fest geladen hatte und die ins selbe Horn stießen und nur Gutes über Verein und Sänger sagten.
Franz Maget, Monika Hohlmeier, der Schirmherr unserer Feierlichkeiten, Ludwig Apfelbeck, inzwischen
Ehrenmitglied des Vereins, kamen zu Wort. Constanze Lindner-Schädlich, Stadträtin und Antonie Thomsen
Vorsitzende des BA, beides eifrige Streiterinnen für “unser Bürgerhaus”, Hans Schwinn, der Präsident vom
Gau Süd-Bayern im Deutschen Allgemeinen Sängerbund und Ilse Bethke, die damalige Herrin über
den Münchner Sängerbund, sagten liebe Worte und überreichten Urkunden.
Christa Fürg sprach in einer charmant vorgetragenen Rede den Sängern und ihrem Dirigenten den Dank der Sängerfrauen
für die unermüdliche Arbeit und die vielen Auftritte und Veranstaltungen aus. Sie überreichte dazu als Geschenk aller
Sängerfrauen ein geschmackvoll gestaltetes Fahnenband für die Vereinsstandarte
Auf einem Empfang hatten wir Dr. Axel Berg kennen gelernt und ihn auch zu einem Grußwort eingeladen.
Er gewann einige Zeit später glatt das Bundestagsmandat in seinem Wahlkreis Milbertshofen.
Was ein Kontakt zum MC MIRI nicht alles zu bewirken vermag, haben wir ihm später deutlich
klar gemacht!
Die Überraschung des Vormittags war der Chor der Sängerfrauen. Klammheimlich hatten sich die
Damen unter Leitung unseres Dirigenten, Werner Theisen, und seiner Frau Christine einige Male
getroffen und ein Lied eingeübt, welches sie dem völlig überraschten Publikum vortrugen.
“Der Männerchor wird heuer Hundert,
das hat uns alle sehr verwundert.
Schaut sie nur an die Feschen Herr´n,
die können doch nicht Hundert wer´n”,
klang es von der Bühne.
Erni Stinshoff bedankte sich anschließend mit ein paar munteren Sätzen und irgend etwas Handfestem bei Christine und
Werner Theisen für die Gestaltung und Einstudierung dieses trefflichen Liedes. Die Überraschung war den Damen voll gelungen.
Am 16. und 17. Mai 1998 begingen wir unsere 100-Jahrfeier. Von der “Stadt” hatte Horst Hefele
zwei Zelte für Darbietungen und Bewirtung errichten lassen.
Eine Menge Chöre hatten dankbar zugesagt, unser Programm zu bereichern. Und so entwickelte sich aus
unserem Jubiläum bei gutem Wetter ein wirklich beieindruckendes Volksfest für ganz Milbertshofen.
Bäckermeister Martin Wimmer hatte uns angeboten, uns mit den nötigen Brez´n zu versorgen.
Wir sind ihm heute noch dankbar dafür, dass er unsere “Dispositionsfehler”, so kulant ausgebügelt hat.
Wir hatte uns und unsere Gäste völlig überschätzt.
1999
Im August sind wir wieder einmal ins Rathaus gegangen und haben unserem OB ein Ständchen gebracht.
Er wollte mit Journalisten auf dem Rathausbalkon gemütlich plaudern. Balkonpressefest nannte er das,
doch das störte uns nicht weiter. Wir sangen halt und bewirtet wurden wir auch.
Vom 08. bis 10. Oktober machten wir den Jahresausflug nach Pfalzen in Südtirol und von dort aus
einen Tagesausflug nach Bozen zum bekannten Markt mit Abstecher zum Ritten und Wanderung zu
den Erdpyramiden.
In Pfalzen sangen wir abends die Waldlermesse und saßen mit dem Kirchenchor zu einem
“gemütlichen Abend” zusammen.
2000
Wir unterstützten den Münchner Sängerbund durch unsere Teilnahme an den “Europatagen der Musik” und
stellten für die Veranstaltung sogar unser elektrisches Klavier zur Verfügung. Wenn man es rechtzeitig
in die Wege leitet, beschafft man vor der Feldherrenhalle sogar eine Stromversorgung für den Apparat.
Am 27. Juli 2000 feierten wir den 65. Geburtstag von Bäckermeister Martin Wimmer.
Herr Wimmer hatte uns eingeladen. Wir brachten ihm unser Ständchen und saßen später bei sonnigem
Wetter auf der Dachterrasse, mit herrlichem Blick über München.

In der Zeit aktivierte sich unser Mitglied Heinz Huggenberger, zum Sänger, Conférencier und
Schriftführer. Er behielt diese Ämter, bis die Gesundheit 2003 nicht mehr mitspielte.
Heinz wurde in dieser Zeit auch zum “Vereinsnikolaus”. Er schrieb seine Texte grundsätzlich selbst
und war als “Aktiver” naturgemäß gefährlich hart am Geschehen. Das trat in der Strafrede des Nikolaus
dann entsprechend deutlich zutage.
Der Jahresausflug ging in die Rheinpfalz, nach Kirrweiler zur Winzerfamilie Minges, die wir durch unsere Freunde der Soldaten und Krieger- Kameradschaft, Sepp und Irene Schlagenhaufer kennen gelernt hatten.
2001-2010
Wir fuhren nach Pößneck, in Thüringen, wo es unseren Rudi Himpel hin verschlagen hatte.
So wandelten wir auch auf den Pfaden von Goethe und Schiller im nahen Weimar.
Im Herbst 2003 kam es endlich zur Grundsteinlegung für “unser” Bürgerhaus. Und 2006 konnten wir dann einziehen und haben seit dieser Zeit unsere Heimstätte dort.
Unser Jahresausflug 2005 führte nach Berlin. Dr. Axel Berg, der einzige direkt gewählte Bundestagsabgeordnete der SPD Bayerns, hatte uns in die Bundeshauptstadt eingeladen. War das sein Dank für unsere Einladung zu unserem 100-Jährigen mit seinem anschließenden Wahlerfolg? Wir lernten Berlin kennen, hörten etwas über die Arbeit verschiedener Ministerien und waren just im Plenarsaal, als Gerhard Schröder seinen Rücktritt erklärte, in der Hoffnung, die anschließende Neuwahl zu gewinnen. Wie das ausgegangen ist, kann man woanders nachlesen.

Am 06. April 2008 sendete der Bayerische Rundfunk ein 2.Mal “Grüße aus Milbertshofen”, dieses Mal aus dem “Kulturhaus” wie es jetzt offiziell heißt. Und wieder hatte nicht die Landeshauptstadt dieses Ereignis initiiert, sondern der MC MIRI hatte den BR in mühsamer Kleinarbeit zu dem Risiko bewogen, mit einem Verein eine Rundfunksendung zu gestalten, bei der dann die Vertreter der “Stadt” später huldvoll als Gäste erschienen.

Am 25.Oktober 2008 feierten wir im großen Saal des Kulturhauses das 110-Jährige Bestehen unseres Vereins.
Horst Hefele hatte die Archive, sein eigenes Gedächtnis und das von Georg Straninger durchstöbert
und eine Geschichte geschrieben. Georg konnte neben eigenen Erlebnissen auf Erzählungen seines
Großvaters zurückgreifen, der auch bereits im Chor gesungen hatte.
Horst Hefele und Klaus Gürster lasen im Dialog die teils lustigen, teils besinnlichen Schilderungen
aus dem Zeitgeschehen und der MC MIRI sang dazu jeweils zur Zeit passender Lieder.
Der Volkschor Neuhausen half kräftig mit. Mehr darüber ist in den “Notenblättern”, - unserer
Vereinszeitung - in Ausgabe XXXVI zu lesen.

Der MC MIRI hat in den folgenden Jahren sein Profil gewandelt.
Die Wohltätigkeitskonzerte in Kirchen wurden zu großen Benefizveranstaltungen. Monika Hohlmeier
las mit wachsendem Erfolg die “Heilige Nacht” von Thoma und wir brachten dazu die Originalgesänge.
Das wiederholte sich über viele Jahre.
Die “Bunten Abende” mauserten sich zu höchst erfolgreichen “Starkbierfesten”, die mittlerweile weit über Milbertshofen hinaus einen guten Ruf genießen und von denen “unser” Bundestagsabgeordneter, Johannes Singhammer sagte, er besuche diese Feste gerne, weil sie etwas Einmaliges und Unverwechselbares in Münchens Stadtteilen seien.
Auswärtige Konzerte im Bayerischen Oberland und im Bäderdreieck werden weiter gepflegt.
Der Apfelmarkt im Herbst in Bad Feilnbach ist ein allgemein beliebtes Ausflugsziel.
Wir behaupten gegenüber der Gemeinde Bad Feilnbach, der neuerdings aufkommende Zustrom Münchner
Besucher gehe überwiegend auf unsere Werbung für diese Ereignis zurück.
Der Männerchor Milbertshofen-Riesenfeld e.V. belebt weiter das kulturelle Leben der Vorstadt.
2011
Auf Einladung unseres Vereinsmitglied Frau Monika Hohlmeier, die als Abgeordnete im Europäischen
Parlament tätig ist, führte uns der diesjährige Ausflug nach Straßburg.
Da gehörte natürlich auch ein Besuch unserer Gastgeberin an ihrem Arbeitsplatz ins Programm.
Das dies nicht ohne Akkordeon und ein Ständchen über die Bühne gehen kann war für uns Ehrensache.
Die knapp bemessene Zeit von Frau Hohlmeier brachte es mit sich, daß wir im Foyer unter den Fahnen der
Mitgliedsländer aktiv werden mussten.
Stadtführung mit Führung im Münster standen ebenfalls auf dem Programm.

2013
Das Jahr stand unter dem Zeichen - 115 Jahr Männerchor Milbertshofen.
Im März sangen wir, wie viele andere Chöre, beim Münchner Sängerbund zum 60. Jubiläum des Sängerbundes.
Alle Aktiven waren zu einem Ausflug nach Bad Staffelstein im April eingeladen.
Gemeinsam mit der Chorgemeinschaft Bertelsdorf/Scheuerfeld aus Coburg gestalteten wir einen
gemeinsamen Abend. Leider war die Zuschauerzahl überschaubar, da die Werbung
für diesen Auftritt mager war.
Wir besichtigten Kloster Banz und waren am Sonntag bei einer Pilgermesse in der
Basilika Vierzehnheiligen mit 4 Stücken aus unserer Waldlermesse aktiv.

Der Vereinsausflug führte uns nach Bischofsgrün von wo aus wir das Fichtelgebirge und Bayreuth erkundeten.
Am 11.10. luden wir zur 115-Jahr-Feier in das Kulturzentrum Milbertshofen ein. Gemeinsam mit dem BMW-Kammerorchester und dem Volkschor-München-Neuhausen (VCN) arrangierten wir den Abend. Als Höhepunkt boten wir den "Chor der Gefangenen" aus Nabuco dar, unterstützt mit dem VCN und BMW-Kammerorchesters. Bleibt noch zu erwähnen, daß wir dies natürlich in der Originalsprache (italiensch) sangen.

2014
Der Matrosenchor veranstaltet jährlich, zur Faschingszeit, ein Grünkohlessen. In diesem
Jahr waren auch der MCMIRI als Gast geladen und gab einige unserer
Lieder zum Besten.
Die Narhalla war mit ihrem Auftritt zu Gast und zeigte eine begeisternde Show.

Auch bei den Europatagen der Musik auf dem Odeonsplatz waren wir gefordert.
Neben vielen anderen Auftritten zur Weihnachtszeit gestalteten wir mit unseren Weihnachtsliedern die Weihnachtsfeier im Sehbehinderten- und Blindenzentrum (SBZ) in Oberschleißheim.
2015
Bereits zum 15. Mal feierten wir unseren MIRIATOR (Starkbierfest) und im Herbst den 10. Hoagartn.
Der Vereinsausflug führte uns in diesem Jahr nach Brixen und Meran. In Brixen waren wir zu Gast bei einem Törggelen Abend und in Meran besuchten wir die Trauttmannsdörfer Gärten.

2016 -2019
In den folgenden Jahren gab es jährlich das Starkbierfest, den Hoagart´n, Kurkonzert in Bad Feilnbach, Weihnachtsauftritte im Kaiserhof und am Marienplatz.
Seit 2009 wurde das Starkbierfest 2x im Jahr durchgeführt, 2017 wegen Zuschauerrückgang jedoch nur noch 1x.
Im Kaiserhof konnten wir mehrfach die Waldlermesse mit Textlesung bringen.
Neben den Auftritten zu Geburtstagen traten wir bei verschiedenen Veranstaltungen auf.
Die 120-Jahrfeier (2017) beim Soldaten- und Kameradschaftsverein Milbertshofen wurde von uns mitgestaltet, genauso wie die 40-Jahrfeier (2019)
des BMW Männerchores.
Extra Weihnachtsfeiern gestalteten wir im Kulturhaus Trudering (2016) / Stadtsparkasse München (2018) / SBZ Sehbehinderten- und Blindenzentrum in Unterschleißheim (2018) / Die Heilge Nacht in Allach - Kirche (2017).
Die Milbertshofener Chornacht (2017) sowie die Waldlermesse bei einem Gottesdienst in Allach (2019)
runden die Veranstaltungsreihe dieser Zeit ab.
Auch die Ausflüge waren immer gut gebucht und von Adi Fürg organisiert.
2016 führte uns der Bus nach Palmberg-Spiegelau.
Eine Einladung unseres Mitglieds und Abgeordneten im Bundestag Florian Post führte uns nach Berlin (2017) / Maria Taferl in Österreich (2018) usw.
Und dann kam das Jahr 2020.
2020
Das Jahr mit Corona.
Die Jahreshauptversammlung wurde termingemäß durchgeführt, die Proben für das Starkbierfest liefen,
als wir Mitte März unsere Aktivitäten wegen Lockdown einstellen mussten.
So nach und nach wurden unsere Termine von den Veranstaltern abgesagt.
Im August keimte die Hoffnung auf, die Auftritte der nachfolgenden Monate doch noch durchführen zu können
Wir probten unter Einhaltung der Corona-Bestimmungen (Abstand 2m nach vorne-hinten-seitlich, Mundschutz in den Pausen etc.),
stellten jedoch fest, daß weitere Proben unter diesen Bedingungn nicht sinnvoll waren.
Ende August kam es erneut zu weiteren Einschränkungen und einem erneuten Lockdown, welcher bis zum April 2021 dauerte.
Chorproben und weitere Aktivitäten konnten nicht stattfinden.
Zwischenzeitlich haben sich einige Aktiven zu regelmäßigen Videokonferenzen zusammengeschlossen um die Kontakte aufrecht zu halten.
Ende des Jahres trat unser bisheriger Chorleiter Herr Werner Theisen, aus gesundheitlichen Gründen, von der Leitung des Chores zurück.
Er war 37 Jahre als Leiter für den Chor tätig und hat mit seinem Fachwissen wesentlich den Chor geprägt.
Die Coronabestimmungen erschwerten die Suche nach einem neuen Chorleiter, konnte jedoch innerhalb des Jahres abgeschlossen werden.
2021 - 2022
Ab 1.1.2021 übernahm Herr Joachim Dorfmeister als Dirigent die musikalische Leitung des Chores.
Ende März 2022 konnten wir wieder mit den Chorproben beginnen.
Unser neuer Dirigent wurde uns vorgestellt.
Er erläuterte uns auch seine Ideen sowie die Vorgehensweise bei den Chorproben.
Die fehlende Klavierbegleitung und die Umstellung auf A'Capella waren gewöhnungsbedürftig.
2023
Das Jahr 2023 stand unter dem Motto "125 Jahre MCMIRI".
Bei zwei Auftritten im März auf dem Milbertshofener Wochenmarkt warb der Verein mit den dargebrachten Liedern und mit Flyern für die am 25. März stattfindende Matinee.
Die Matinee war ein großer Erfolg.
Die große "125-Jahrfeier" fand am 21.Oktober statt.
Wir konnten 3 weitere Chöre zur Mitgestaltung gewinnen. Die Chöre zeigten nach und nach ihr Können.
Zum Abschluß sangen alle Chöre gemeinsam das "La Montanara.....und den "Gefangenen Chor aus Nabucco".
Unsere Weihnachtsfeier am 03.12.2023 bei den Eisenbahnern musste abgesagt werden, weil ein anhaltender Schneefall den gesamten Verkehr in München lahm gelegt hatte.